Warnung an Bayern: Keinen Staatsvertrag über das Abitur mit Nordrhein-Westfalen abschließen!

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Die Süddeutsche Zeitung von gestern (12.06.2015, S. 5) meldete unter der Überschrift „Staatsvertrag über das Abitur“:

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will mithilfe eines Staatsvertrags bundesweit verbindliche Vorgaben für das Abitur erreichen. „In dem Vertrag müssten sich alle Länder auf gemeinsame Standards für das Abitur verpflichten“, sagte Spaenle am Donnerstag der Süddeutschen Zeitung. Mit einem solchen Vertrag würden die bisherigen Vereinbarungen verbindlicher, sagte Spaenle.

Bundesweit verbindliche Vorgaben für das Abitur? Zum einen: Wir halten nichts vom Zentralabitur, nicht auf Landesebene und erst recht nicht auf Bundesebene. Bildung lässt sich nicht standardisieren (wie wir hier ausgeführt haben)! — Wann checkt Ihr Kultusminister das endlich?
Zum anderen: Wenn es üblerweise ein Zentralabitur gibt, dann sollten wenigstens die dazugehörigen Spielregeln eingehalten werden. Angesichts der Fixvektorpanne im NRW-Zentralabitur können wir den bayerischen Kultusminister und seine Kollegen in den übrigen Bundesländern nur davor warnen, mit Nordrhein-Westfalen einen Staatsvertrag über das Abitur einzugehen. Wie wir gezeigt haben, verstößt das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung unter der Führung von Sylvia Löhrmann (Grüne) wiederholt gegen die eigenen Vorgaben für die schriftlichen Prüfungen im Fach Mathematik und untergräbt dadurch die Rechtssicherheit für das Zentralabitur. Von verbindlichen Vorgaben kann da keine Rede sein…