Die Werbekampagne für Johanna Wankas „Digitalpakt“ läuft auf vollen Touren

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Nicht nur die Süddeutsche Zeitung berichtet unkritisch über den Vorschlag der Bundesbildungsministerin

Die Bildungsministerin des Bundes, Johanna Wanka, will fünf Milliarden Euro ausgeben, damit alle Schulen mit Internetzugang, WLAN und Computern ausgerüstet werden. Wie wir ausführlich gezeigt haben (hier), hat die Süddeutsche Zeitung (Ausgabe vom 13. Oktober 2016) über dieses Vorhaben einseitig, unkritisch und oberflächlich berichtet. Andere Medien — allem Anschein nach die meisten — bieten der Ministerin ebenfalls ein Forum und berichten oder kommentieren ähnlich fragwürdig, springen auf den Zug der Johanna Wanka auf. Weiter unten finden sich zahlreiche Beispiele.

Die Hofberichterstattung über den „Digitalpakt“ ist ein Beispiel dafür, was Albrecht Müller von den Nachdenkseiten „Gleichschaltung der Medien“ nennt und wie folgt beschreibt („Darf man von Gleichschaltung der Medien sprechen? Und davon, dass die Demokratie höchst gefährdet ist?“):

Bei vielen wichtigen Fragen unserer Zeit in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Innen-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik gibt es eine große Linie, für deren Penetration das große Heer der Journalistinnen und Journalisten schreiben und senden, und dann gibt es einige aufmerksame kritische Kolleginnen und Kollegen, die gegen den Strom schwimmen. Ihnen verdanken wir viel. Aber oft sind sie wie wir, die NachDenkSeiten selbst, auch nur eine Art Alibi für den angeblich demokratischen Disput.

Bei unserem Stöbern im Internet haben wir lediglich einen Zeitungskommentar entdeckt, der nicht „Hurra!“ zu Wankas Idee geschrien hat. In der „Neuen Presse“ war zu lesen (zitiert nach der Presseschau im Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.10.2016):

MAINZ Bei der Vermittlung von Fertigkeiten, die Schüler in die Lage versetzen, sinn- und verantwortungsvoll mit dem Rechner umzugehen und Informationen aus dem Netz richtig einzuordnen, ist der Computer selbst zunächst wenig hilfreich. Anders betrachtet – was ist wohl das größere Problem vieler deutscher Schüler: Fehlende Computerkenntnisse? Oder Defizite bei Auffassungsvermögen, Leseverständnis, Ausdauer, Geduld sowie sprachlicher und sozialer Kompetenz? Eine bisschen Old School darf schon auch noch sein.

Liebe Journalistinnen und Journalisten: Warum berichtet Ihr flächendeckend und überwiegend applaudierend über Wankas Digitalpakt, aber nicht oder nur selten über allgegenwärtige schulische Missstände und über die alltäglichen Probleme, Sorgen und Nöte (zum Beispiel Langeweile, Stress, Frust) von Schülern und Lehrern in der Schule? Gibt es außer Josef Kraus und Manfred Spitzer niemand anderen, der sich kritisch zu digitalen Medien in der Schule äußert? Werden gerade diese beiden Personen, die „älteren Herrschaften“, „Meinungsmacher der Altherren-Riege“ (hier) und „Irrläufer“ (hier), zitiert, weil man sie scheinbar leicht diskreditieren kann? Es mag sein, dass die eine oder andere Aussage des Manfred Spitzer fragwürdig ist. Folgt daraus etwa, dass es überhaupt keine anderen, stichhaltigen Bedenken gegen die Digitalisierung der Schulen gibt? Kann man sich zu Risiken und Nebenwirkungen keine eigenen Gedanken machen? Warum greift niemand unsere Kritik am grafikfähigen Taschenrechner (GTR) auf? Dieses Gerät ist ein Paradebeispiel für ein überflüssiges, sogar störendes digitales „Hilfsmittel“. Warum berichtet Ihr nicht über rechtswidrige Prüfungen im NRW-Zentralabitur und die wegen politischer Korruption ungenügende Kontrolle des NRW-Schulministeriums? — Lautet die Antwort: Weil keine Schule jemals eine Pressemitteilung über versiffte Toiletten, Vandalismus und Drogenkonsum unter den eigenen Schülern herausgibt? Weil die NRW-Schulministerin nicht zu einer Pressekonferenz einlädt, in der sie von sich aus den GTR für Schrott erklärt und Pannen im Zentralabitur einräumt?

Die Werbung für den „Digitalpakt“ überlässt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aber nicht allein den Massenmedien. Es steuert seinen Teil bei. So hat es den „ZukunftsMonitor“, eine Umfrage zum „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“, in Auftrag gegeben. In der gut getimeten Pressemitteilung vom 14.10.2016 ist zu lesen:

Neun von zehn Deutschen wollen mehr Digitalbildung in der Schule […]
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sehen den Einsatz digitaler Technologien in der Bildung überwiegend positiv. Mehr noch: Sie wünschen sich, dass ein grundlegendes Verständnis digitaler Technologien in Zukunft fester Bestandteil in der Schul- und Berufsbildung ist.

Auf der Homepage des Ministeriums finden sich weitere Mitteilungen, die der „digitalen Bildung“ das Wort reden, zum Beispiel:

Dass journalistische Meinungsmache und Progaganda des Ministeriums Hand in Hand gehen, zeigt sich im Übrigen daran, dass neben den Berichten und Kommentaren zum „Digitalpakt“ auf bild.de Anzeigen des BMBF zu sehen sind, zum Beispiel diese hier:

Anzeige-BMBF-digitale-Bildung2

Was „unsere Bildung von heute in die Zukunft verlinken“ bedeuten mag, wie das gehen soll und was der „Wanderer über dem Nebelmeer“ damit zu tun hat, darüber wollen wir gar nicht erst nachdenken.

Umgekehrt meldete das Ministerium am 10.10.2016 auf seiner Homepage:

«Schülerinnen und Schüler müssen heute auch digital lernen und arbeiten können, statt nur zu daddeln. Dafür brauchen wir einen Digital-Pakt zwischen Bund und Ländern», sagte Wanka der «Bild am Sonntag».

Eine Hand wäscht die andere. Und damit jeder weiß, was Schüler alles so „daddeln“, wird auf bild.de — ganz zufällig — nicht nur Werbung für das BMBF, sondern auch für online-Spiele eingeblendet:

Werbung-bild-de2

Was hat Eddy Grant noch mal über Jo’anna gesungen:

She even knows how to swing opinion
In every magazine and the journals
For every bad move that this Jo’anna makes
They got a good explanation

Es folgen Belege für die Johanna-Wanka-Hofberichterstattung. Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, alles ausführlich und gründlich zu kommentieren. Wer unseren Beitrag zur SZ gelesen hat, kann sich unsere Einwände denken. Auch anhand von Franz Lemmermeyers „Wanka goes digital“ kann man lernen, wie man Zeitungsartikel kritisch liest. Im Übrigen verweisen wir noch einmal auf „ICILS – Digital-Adventisten am Schul-Tor“ und weitere Artikel von Ralf Lankau.

  • Kölner Stadt-Anzeiger (13.10.2016):
    1.) „Raus aus dem Informatikraum“ von Tobias Peter (S. 21):

    Deutschland, ein Entwicklungsland? In Fragen digitaler Bildung liegt dieses Urteil nahe – jedenfalls, wenn man auf internationale Vergleichsstudien schaut. […]
    „Wir sind völliges Schlusslicht, was die Nutzung neuer Technologien durch Lehrpersonen angeht“, hat kürzlich die Schulpädagogik-Professorin Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn auf einem
    Fachkongress in Berlin festgestellt. Dabei bezog sie sich zwar auf die Ergebnisse der im Jahr 2014 veröffentlichten „International Computer and Information Literacy Study“ [ICILS, A.R.], einen Vergleich zahlreicher Länder, an dem sie mitgewirkt hat. Doch eine digitale Revolution hat sich in deutschen Klassenzimmern seitdem nicht ereignet – und wenn doch, müsste es unbemerkt von Schülern und Eltern passiert sein.

    Derselbe Artikel ist unter dem Titel „Warten auf die digitale Revolution“ in der Frankfurter Rundschau (online, 12.10.2016) erschienen.

    2.) Kommentar „Nun müssen Taten folgen“ (S. 22) von Tobias Peter:

    Dennoch ist das Vorhaben von Ministerin Wanka (CDU) richtig. Der gewinnbringende Umgang mit digitalen Medien ist für die Schüler von heute eine entscheidende Grundlage für den beruflichen Erfolg von morgen. […] Genau so, wie wir privat oder in den Unternehmen nicht mehr auf die Vorteile der Digitalisierung verzichten, dürfen wir dies auch nicht in den Schulen tun.

  • Braunschweiger Zeitung (zitiert nach der Presseschau im Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.10.2016):

    Vielleicht führt Johanna Wankas Initiative dazu, dass alle staatlichen Ebenen endlich gemeinsam anpacken. Es wäre sehr zu wünschen. Die Ministerin hätte den Erfolg verdient; das Land hätte ihn nötig. Denn auch wenn Lehrerfunktionär Kraus es nicht wahrhaben will: Schulen auf dem technologischen Niveau von Wilhelm Buschs „Lehrer Lämpel“ kann sich Deutschland nicht leisten.

    Was das Land nötig hätte, wären kritische Massenmedien. Oberflächlich-einseitige, polemische Berichterstattung kann sich eine Demokratie nicht leisten.

  • Märkische Oderzeitung (zitiert nach der Presseschau im Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.10.2016):

    FRANKFURT/ODER Die Initiative von Bildungsministerin Wanka (CDU) ist überfällig. Dass sie dabei in die Kompetenzen der Länder eingreift und die Prinzipien des Föderalismus zumindest beugt, sollte niemanden bekümmern. Schließlich blamieren sich die Länder hier so gut, wie sie können: Viele Klassenräume sind nur noch nutzbar, weil die Eltern sie selbst herrichten. Für technologische Neuerungen gibt es kein Geld. Von intelligenten Computer-Tafeln, sogenannten Smartboards, haben viele Lehrer bislang nur gerüchteweise gehört. Dabei kann die technische Ausstattung nur der Anfang sein. Sie alleine reicht nicht aus. Viel wichtiger ist es, die Lehrpläne an die neue Zeit und ihre Bedürfnisse anzupassen. Ein Umgang mit Algorithmen muss schon in den ersten Schuljahren vermittelt werden.

    Welche Algorithmen sind gemeint? Wikipedia weiß: „Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen. Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten. Somit können sie zur Ausführung in einem Computerprogramm implementiert, aber auch in menschlicher Sprache formuliert werden.“ Ob der Autor des Kommentars weiß, dass ein Algorithmus nicht unbedingt etwas mit Computern zu tun hat?

  • Kommentar von Dagmar Pepping im „Echo des Tages“ vom 12.10.2016 auf WDR 5 (auch auf tagesschau.de unter „Kommentar: Gut angelegtes Geld“ zu finden):

    Die fünf Milliarden des Bundes wären gut angelegtes Geld. Die digitale Revolution verändert in atemberaubender Geschwindigkeit die Art, wie wir leben, lernen und arbeiten. Schon in der Grundschule müssen die Kinder an diese digitale Welt herangeführt werden.

    „müssen“ ist das beste Argument überhaupt.

    […] Ebenfalls zwingend notwendig: Lehrer, die für die Herausforderungen und die Chancen dieser digitalen Bildungswelt ausgebildet sind und – ganz wichtig – ausreichend Zeit für guten Unterricht haben. Der digitale Wandel ist unaufhaltsam. […] Deshalb: Wir brauchen dringend mehr Geld für digitale Bildung an den Schulen.

  • Kommentar „Digitaloffensive an Schulen“ von Nicola Reyk auf WDR 4 (13.10.2016):

    Die letzte Elternversammlung an der Schule meiner Tochter ist gerade mal drei Wochen her … und das größte Aufregerthema waren die Schul-Toiletten. Weil die Kinder uns erzählt haben, dass sie lieber Bauchkrämpfe kriegen, als in der Pause aufs Klo zu gehen. […]
    … aber nur unter ferner liefen darüber nachgedacht wird, wer diese Geräte und das dazu gehörige Netz denn kompetent nutzen kann.

    Den Schülern wird das leicht fallen – die sind inzwischen in der digitalen Welt ganz anders zuhause als die Elterngeneration. Die meisten Lehrer dagegen brauchen erst viele gründliche und langfristige Schulungen. Die müssen organisiert und bezahlt werden – genauso wie neue Lehrpläne, die ja auch noch lange nicht angekommen sind in der digitalen Welt.

    Und die Schulbücher könnte man dann auch einstampfen – kein elendes Bücherschleppen mehr – was für eine tolle Vorstellung! Ja, das wäre moderne Schule! Eine Schule, die unseren Kindern richtig gute Chancen eröffnet, später im digitalisierten Berufsleben ganz vorne mitzumischen. Das muss unbedingt passieren – und zwar möglichst schnell. Gleich nachdem die Toiletten repariert – und die Wände trockengelegt sind.

  • Beitrag „Milliarden-Pakt für Computer an Schulen“ auf wdr.de (12.10.2016):

    Wie steht es um die Computer-Kenntnisse der Schüler?
    Da ist noch reichlich Luft nach oben. Denn insgesamt befinden sich deutsche Schulen bei der Computernutzung im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Das ist das Ergebnis der „International Computer and Information Literacy Study“. Damit wurden 2013 erstmals die Informationskompetenz und die Computerkenntnisse von Schülern der 8. Jahrgangsstufe weltweit miteinander verglichen. Schulforscherin Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn hat den deutschen Teil der Studie geleitet. Für sie mit am erschreckendsten: Ein Drittel der Schüler „können nicht viel mehr als klicken und Mails öffnen“.

    Für uns mit am erschreckendsten: Manche Journalisten (ein Drittel?) können nicht viel mehr als Pressekonferenzen besuchen und Pressemitteilungen abschreiben. — Sorry! Das war polemisch und unter unserem üblichen Niveau. Kommt nicht wieder vor.

    Garniert wird der Beitrag mit einer Bilderstrecke, zu der unter anderem diese Tabelle gehört:
    Umfrage-Lehrer-digitale-Medien-WDR
    Man beachte die offensichtlichen Urheber der Umfrage: neben dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Learntec („Die Nr. 1 in digitaler Bildung“) und Bitkom. Bitkom ist laut eigener Homepage der „Digitalverband Deutschlands“, der mehr als 2.400 Unternehmen der digitalen Wirtschaft vertritt. „Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.“ Nachtigall, ick hör dir trapsen. Ministerin Wanka hat recht: Digitale Medien sind kein Selbstzweck — sie sind Mittel zum Geldverdienen.

  • In der Schwäbischen Zeitung vom 13.10.2016 (bzw. online am 12.10.2016) erschienen drei Beiträge zu Wankas „Digitalpakt“:
    1.) „Ende der Kreidezeit“ von Sabine Lennartz,
    2.) der Kommentar „Hier ist Klotzen richtig“ von derselben Journalistin und
    3.) das Interview „Nachgefragt: ‚Es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Kinder'“ mit Professor Michael Henninger von der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

    Franz Lemmermeyer hat diese jounalistischen Meisterleistungen auf seinem Blog amüsant-bissig auseinandergenommen: „Wanka goes digital“.

  • „Lernt das endlich, Lehrer!“ auf stern.de (12.10.2016):

    Mit ihrem Digitalpakt will Bildungsministerin Johanna Wanka das digitale Lernen vorantreiben. Eine Umfrage zeigt: Die Bevölkerung erwartet, dass sich etwas tut. Nicht zuletzt von den Lehrern. […] Smartphones, Tablets und Computer prägen schon heute den Alltag von Schülern, oft von Kindesbeinen an. Sie chatten mit Whatsapp, zocken zu Hause, mobben sich oder stellen ein Filmchen auf Youtube. Computer, das Digitale, ist ihr Alltag. Nur in der Schule passiert noch allzu oft: Nüscht. Oder: Zu wenig. […] An vielen Schulen fehlen noch immer die Rechner, an vielen Schulen gibt es immer noch kein schnelles Internet. Dazu kommt ein krasses Gefälle zwischen den Ländern. Das alles zeigt schon allein der Länderindikator 2015 der Telekom-Stiftung. Fast noch wichtiger aber: Die Lehrer ziehen bislang nicht mit, wollen nicht, können nicht. Das zeigte schrill die so genannte ICILS-Studie aus dem Jahr 2013, eine internationale Vergleichsstudie. […] Die Lehrer, die Schlüsselfiguren beim Vermitteln einer neuen Welt, sind noch zu oft digitale Analphabeten. […] Deutschland, Heimat stolzer Ingenieure und stolzer Maschinenbauer, vermag es offenbar nicht, seine Kinder auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

    Deutschland, einst Heimat großer Dichter und Denker, vermag es offenbar nicht, kritische, investigativ arbeitende Journalisten auszubilden.

    […] Wie die Deutschen über das „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“ denken, hat Wankas Ministerium das Forschungsinstitut TNS Emnid in einer repräsentativen Umfrage mit dem Titel „ZukunftsMonitor III“ mit über 30 Fragen ermitteln lassen. Die Ergebnisse liegen dem stern vor. Demnach hat sich in der Bevölkerung schon längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass es ohne digitale Technologien in der Bildung kaum gehen wird.

  • „Digitale Bildung in Berlin. Noch sind 110 Schulen nicht mal breitbandfähig“ auf tagesspiegel.de (12.10.2016):

    Das Ende der Kreidezeit liegt für Berlin in weiter Ferne: Vollständig mit Laptops und Whiteboards ausgestattete Schulen sind die Ausnahme. Dasselbe gilt für den Einsatz von Lernsoftware anstelle von Schulbüchern. Das soll anders werden: Mit Spannung erwarten die Schulen das Fünf-Milliarden-Programm „DigitalPakt#D“, das Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Wochenende in Aussicht gestellt hat und das vor allem in eine bessere Infrastruktur fließen soll. […]
    Der Vorsitzende der Deutsche Telekom Stiftung, Wolfgang Schuster, begrüßte am Montag den Vorstoß Wankas. Um die Bildungschancen zu verbessern, brauche man neben bestens ausgebildeten Lehrern und gesamtschulischen Medienkonzepten, die in den Lehrplänen verankert sind, „nicht zuletzt eine technischen [sic!] Ausstattung, die den Einsatz digitaler Medien in den Schulen ermöglicht“.

    Siehe auch die Pressemitteilung der Deutsche-Telekom-Stiftung vom 12.10.2016:

    Zum von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute angekündigten DigitalPakt#D nimmt Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, Stellung: „Der DigitalPakt#D ist ein großer Schritt in die richtige Richtung: Er adressiert die wichtigsten Aspekte für erfolgreiche digitale Bildung und kann die Grundlage für bessere Rahmenbedingungen bieten, die die Schulen dringend brauchen. […] Deutschland muss in der digitalen Bildung aufholen, denn sie ist die Voraussetzung für Teilhabe, besseren Zugang zu Wissen und beruflichen Erfolg in der Arbeitswelt von morgen.“

  • „Schüler und Schulen sollen digitaler werden“ auf der online-Ausgabe der Rheinischen Post (15.10.2016):

    Denn gerade an Medienkompetenz mangelt es in der Bundesrepublik.

    An kritischer Berichterstattung mangelt es.

    Zum einen fehlt Schülern das Wissen um verantwortungsvollen Umgang mit Medien und digitalen Endgeräten, zum anderen Lehrern die Fähigkeit, dieses Wissen auch korrekt zu vermitteln. Die große internationale Vergleichsstudie „ICILS“ im Jahr 2013 ergab, dass sich Deutschland in Sachen Medienkompetenz noch hinter Tschechien oder Polen im Mittelfeld einreihen muss. Und in keinem anderen untersuchten Land wurden Computer seltener im Unterricht eingesetzt als in Deutschland.

    Und in keinem anderen untersuchten Land geht es den Menschen schlechter als in Deutschland.

    „Digitale Bildung ist in Deutschland ein grundsätzliches Strukturproblem, das hauptsächlich in den Köpfen besteht“, weiß Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der Universität Dortmund. In diesem Zusammenhang wirken die Aussagen von Lehrerverbandspräsident Josef Kraus auch nicht weiter überraschend.

    Hilfe, unsere analoge Bildung reicht nicht aus, um die Aussage des Wilfried Bos zu verstehen.

    Schulen mit Laptops, Tablets und W-Lan auszustatten, bringe nichts – höchstens der Industrie, polterte Kraus nach Wankas milliardenschwerer Ankündigung. […] Was Kraus allerdings bedenken sollte: Digitalisierung findet statt, ob er möchte oder nicht. Es bringt nichts, sich davor zu verschließen. […] Lag es also bislang an fehlenden finanziellen Mitteln oder doch eher an mangelndem Willen, dass deutsche Schulen in Sachen Digitalisierung hinterherhinken? „Es ist eine Mischung aus beidem“, sagt Juliane Petrich vom Digital-Verband Bitkom. Für die Ausstattung mit digitalen Endgeräten und deren regelmäßige Wartung habe es bisher ganz klar an Geld gemangelt, aber gleichzeitig würden auch die Schulen nicht die Notwendigkeit der Digitalisierung sehen.

    Welche Not wird durch die Digitalisierung gewendet?

    Der Digitalpakt bietet daher die Chance, diese mentalen Grenzen zu überwinden.

    Aha.

  • „Antwort an Josef Kraus und Manfred Spitzer. Das Märchen von der digitalen Bildungskatastrophe“ von Margarete Hucht (13.10.2016) im Deutschlandradio Kultur:

    Tablet statt Tafel? Für den Vorsitzenden des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, ist die Digitalisierung des Klassenzimmers ein gefährlicher Irrweg. Eine Warnung, die an der Realität vorbeigehe und die Chancen moderner Medien ausblende, meint die Online-Journalistin Margarete Hucht.

    Die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) will fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Klassenzimmer bereitstellen. […] Bravo, möchte man rufen. Doch die mögliche Begeisterung von Schülern, Eltern und vielleicht sogar Lehrern wird von Meinungsmachern der Altherren-Riege gleich mal fix erstickt. Josef Kraus vom Deutschen Lehrerverband etwa hält die Anschaffung von Digitalgeräten für eine fragwürdige Investition.

    Den „Meinungsmachern der Altherren-Riege“ (wer gehört außer Spitzer und Kraus dazu?) gelingt es also, „die mögliche Begeisterung gleich mal fix zu ersticken“ — gibt es dafür irgendwelche Belege, vielleicht eine Umfrage, die Learntec und Bitkom in Auftrag gegeben haben? Das Ministerium und die meisten Massenmedien bilden keine erfolgreiche Phalanx der Meinungsmache für den „Digitalpakt“? Auch wenn es darauf nicht ankommt: Johanna Wanka (65) ist gerade einmal zwei Jahre jünger als Josef Kraus (67) — bezeichnen wir deshalb die Ministerin als Digital-Oma?

    Josef Kraus ist studierter Gymnasiallehrer und arbeitet – seit nunmehr 37 Jahren – als Lobbyist der deutschen Lehrerschaft. Seine Mission liegt auf der Hand: Ihm geht es um die Verdammung des bösen Internets. Im Namen von 160.000 Lehrerinnen und Lehrern, die er vertritt, ruft er daher zur kollektiven Realitätsverweigerung auf.

    Gibt es Belege dafür, dass Kraus das Internet für „böse“ hält? dafür, dass er das Internet verdammt? Ist das Äußern von Bedenken automatisch ein Aufruf zur „kollektiven Realitätsverweigerung“?

    […] Dabei machen Eltern heute durchaus entspannte Erfahrungen mit der Digitalisierung ihrer Kinder.

    So weit ist es (sprachlich) gekommen: Kinder werden digitalisiert (was auch immer das bedeuten mag). Wir hatten hier auf einen Artikel in der SZ hingewiesen, demzufolge es in Familien nicht nur „entspannte Erfahrungen“ mit neuen Medien gibt.

    Als meine Tochter lesen lernte, füllte sie mit Apps exakt die gleichen Lückentests aus, die es auch in gedruckter Form gibt – hier fehlt ein Wort, finde das richtige! Mit den Apps konnte sie Punkte sammeln und Levels erreichen. Das spornte sie an. Und überhaupt erschien ihr die Nutzung von Papas teurem iPhone – wie ihrem Vater übrigens auch – äußerst attraktiv.

    Ist das jetzt eine Home-Story oder ein Argument?

    In der Grundschule bekam sie von ihrer Lehrerin einen Account bei Antolin, der Plattform eines Schulbuchverlags: Wenn sie ein Kinderbuch gelesen hatte, musste sie ein paar Fragen zum Inhalt beantworten und bekam Punkte gut geschrieben. Die reichten irgendwann für eine Urkunde. So stiftet man Kinder zum Lesen an.

    Anders kriegt man Kinder nicht zum Lesen? Wäre es nicht schön und erstrebenswert, wenn Kinder aus eigenem Antrieb lesen würden und nicht, weil sie einem Anreizsystem unterliegen? Was ist mit den Kindern, die keinen Bock auf eine Urkunde haben?

    […] Wie er [Manfred Spitzer] ernsthaft wissenschaftlich belegen will, dass Informationen aus dem Netz schlechter verarbeitet werden als im analogen Bereich, das bleibt sein Rätsel. „Wir wissen weiterhin, dass wenn man etwas googelt, bleibt das nicht so gut hängen als wenn man es in einem Buch liest oder in der Zeitung oder in einer Zeitschrift“, sagt Spitzer. Wie viele ältere Herrschaften begreift er offenbar nicht, dass Google nicht das Buch, sondern das Inhaltsverzeichnis ist.
    […] Pädagogen müssen sich informieren, aufgeschlossen sein, sich selber auf den Weg machen. Mit einer kostenlosen App kommt man beispielsweise in Sekundenschnelle zur ebenfalls kostenlosen – digitalen – Nutzung der Stadtbibliothek. Hier kann man sich Bücher, Hörbücher oder Zeitschriften direkt aufs Smartphone oder Tablet ausleihen. Auch das, liebe Lehrerinnen und Lehrer, müssen Schüler heute einfach wissen!

    Hier ist gleich zweimal unser Lieblingsargument: „müssen“. Warum müssen Schüler das „heute einfach wissen“? Und muss man für dieses Wissen ein staatlich finanziertes Tablet haben? Oder reicht vielleicht ein Flyer aus Papier oder ein Besuch der Stadtbibliothek?

  • Auf Spiegel online finden sich mehrere Beiträge.
    1.) „Wie eine Ministerin das Grundgesetz austricksen will“ (12.10.2016):

    Computer? Internet? Deutsche Schulen stehen in diesen Punkten katastrophal da. […] Der Rückstand der deutschen Schulen beim Lernen mit Tablets, Wikis, Blogs und offenen Lernmaterialien ist groß. Nur 1,6 Prozent der deutschen Schüler können in der Schule jeden Tag Computer nutzen, fand die Computernutzungsstudie ICILS 2014 heraus. „Oftmals bildet Deutschland das Schlusslicht des internationalen Vergleichs“, resümierten die Forscher – und verursachten damit einen Art zweiten Pisa-Schreck.

    Das wichtigste Argument für eine Digitalisierung der Schulen befindet sich aber in den Hosentaschen der Schüler: Laut der jüngsten Jim-Befragung haben 90 Prozent der Jugendlichen Smartphones und mobiles Internet bei sich.

    Für den einen ist es das wichtigste Argument, für uns ist es das dämlichste (Nicht-)Argument. Ohne den prozentualen Anteil jeweils zu kennen, behaupten wir: Schüler führen in ihren Hosentaschen alle möglichen Gegenstände mit sich: Kondome, Münzgeld, Glücksbringer, Spickzettel, Joints, Klappmesser, Zigaretten, Schlüssel. Soll es deshalb auf Staatskosten zum Beispiel Verhütungs- und Rauschmittel für alle geben? Und: Wer ist Jim?

    Viele Schulen sind aber de facto offline, oft herrscht sogar noch Handyverbot. […] Welche Probleme stehen noch bevor? Das wichtigste heißt: Wie bekommt man jene Lehrer und Schulen mit an Bord, die keine Lust haben?

    Das ist ein merkwürdiger und ziemlich langer Name für das „wichtigste Problem“. Davon abgesehen: Probiert es mal mit guten Argumenten! Oder geht mal den Gründen nach, warum „jene Lehrer“ keine Lust haben!

    „Das Problem sind nicht die Verwaltung und die Eltern, die ziehen mit“, berichtet Maik Riecken, ein digitaler Schulentwickler aus Niedersachsen.

    Wenn schon Kinder digitalisiert werden, wird es auch „digitale Schulentwickler“ geben…

    „Die Hauptaufgabe besteht darin, die Lehrer und die Schulen zu begeistern – und ihnen zu zeigen, was alles möglich ist.“ In der Industrie denkt man ähnlich. Martin Rist von Hewlett Packard sagt: „Zunächst würde ich erst mal alle Lehrer mit eigenen Tablets oder Laptops ausstatten.“

    Das würden wir auch sagen, wenn wir damit Geld verdienen würden.

    2.) „Digitalpakt für Schulen. ‚Ich möchte keine Laptopklassen'“ (12.10.2016):

    Tablets für alle Schüler ab der Grundschule – aber was ist mit den undichten Fenstern und dem guten alten Buch? Der Digitalpakt von Bildungsministerin Wanka stößt auf Widerstand. […] Lehrer, Eltern, Länder: Die Initiative müssten doch mal alle gut finden, könnte man meinen. Ist aber nicht so. Die Reaktionen auf Wankas Pläne im Überblick. […] Viele Pädagogen befürchten der Umfrage zufolge jedoch, dass der Einsatz von Computern die Schreibfähigkeiten ihrer Schüler verschlechtert, dass sich die Jugendlichen vom eigentlichen Lernen ablenken lassen – und dass sie selbst die Kontrolle über den Unterricht verlieren.
    […] „Wer es gut meint mit seinen Kindern und über die entsprechenden Kenntnisse und Infrastruktur verfügt, sorgt dafür, dass sie mit Computern umgehen können“, so der Lehrer. „Aber für Kinder aus einfachen Verhältnissen ist die Schule immer noch die wichtigste Wissensquelle. Wenn sie hier ihr Computerwissen nicht bekommen, bekommen sie es nirgendwo.“

    3.) Videokommentar „Es geht darum, Kinder für das Leben fit zu machen“ (12.10.2016):

    Bald lesen Kinder keine Bücher mehr und blicken nur noch auf Displays – der Widerstand gegen die Digitalisierung an Schulen ist groß. Das ist gefährlich, kommentiert Eva Horn.

    Gleichgeschaltete Medien sind gefährlich für die Demokratie.

    4.) „Nicht hören, nicht sehen, nicht digitalisieren“ von Christian Stöcker (16.10.2016):

    Niemand hat all die Menschen, die heute in U-Bahnen auf Bildschirme starren, gezwungen, sich Smartphones zu kaufen. Sie haben das selbst entschieden, weil Smartphones so nützlich sind. […] Es geht auch nicht um die Frage, ob Kinder mithilfe von Computern besser rechnen, schreiben und lesen lernen können. Es geht darum, dass sie in eine Welt hineinwachsen, in der Computer nun einmal zum Alltag gehören.
    Die Digitalisierung ist da, sie geht weiter, sie ist nicht aufzuhalten. Weil, noch mal: Weil wir alle freiwillig mitmachen, aus guten Gründen. Weil es nützlich ist, das Wissen der Welt immerzu in der Hosentasche zu haben, immer zu wissen, wo genau man gerade ist, sich jederzeit mit Freunden und Familie austauschen zu können (Stichwort „zwischenmenschlicher Diskurs“) und so weiter.

  • Volker Pispers hat recht: „Spiegel, das ist die Bildzeitung für Abiturienten. Früher war das mal ein Aufklärungsorgan.“

  • „Mehr Computer in die Schulen“ auf Zeit online (12.10.2016):

    „Zu guter Bildung im 21. Jahrhundert gehören IT-Kenntnisse und der souveräne Umgang mit der Technik und den Risiken digitaler Kommunikation ebenso wie das Lernen mittels der vielen neuen Möglichkeiten digitaler Medien“, sagte Wanka. „Deutschland muss diese Chancen viel stärker nutzen als bisher.“

    Die Politik reagiert damit auf ein grundlegendes Problem der Digitalisierung im Bildungsbereich. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach hat nur jede dritte Berufsschule eine gute WLAN-Versorgung. 40 Prozent der Schulen haben laut Studie überhaupt kein WLAN.

    Die Stiftung sieht darin ein erhebliches Problem und fordert eine neue Strategie von den Betrieben und Berufsschulen. „Digitales Lernen braucht gute Infrastruktur und Qualifizierung“, sagte der Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Für Dräger ist ein guter Internetzugang die Grundlage für „pädagogische Innovation“.

  • „Geld für die Schulen“ von Carsten Knop in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (online, 12.10.2016):

    Dass Johanna Wanka fünf Milliarden Euro für Computer in Schulen bereitstellt, ist eine gute Sache. Aber das alleine reicht nicht.
    Für die Ausstattung von Schulen mit Computern und Internet fünf Milliarden Euro bereitzustellen: Diese Idee von Bildungsministerin Johanna Wanka ist gut. […] Denn der digitale Wandel wird sich im Wortsinne unvorstellbar radikal vollziehen.
    Es fehlen aber auch Lehrer, die mit dem Computer und der Informatik vertraut sind. Und der technische Fortschritt schreitet so zügig voran, dass es sinnvoll ist, die Schulen zunächst an schnelle Breitbandnetze anzubinden und dann erst neue, aber alsbald veraltende Computer anzuschaffen. […] Zudem sollten mehr Gedanken darauf verwendet werden, wie man die unter den Schülern in großer Zahl vorhandenen Smartphones und Tablets besser in den Unterricht einbinden könnte. Die sind fast immer auf dem neuesten Stand, bestens gewartet – und ein Tor zu digitalen Lernwelten, wenn es denn aufgestoßen würde.

  • „WLAN und Computer für alle Schulen“ in Bild am Sonntag (online, 8.10.2016):

    Bei der Digitalisierung hinken Deutschlands Schulen hinterher: In Studien liegen die Schüler bei den Computerfähigkeiten international nur im Mittelfeld.

    „Digitale Bildung muss Normalität werden“ (13.10.2016) auf bild.de:

    Leider riskieren Irrläufer wie Josef Kraus oder der oft zitierte Manfred Spitzer mit ihrer abwehrenden Haltung und irren Thesen gegenüber der Digitalisierung der Schulen nichts weiter als die Zukunft unserer Kinder. […]
    Die OECD weist schon länger auf den Zusammenhang von digitalen Kompetenzen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt von morgen hin. Wenn wir den Kindern nicht das Rüstzeug für die Zukunft in der Schule vermitteln, findet die Zukunft ohne sie statt. Deutschland hinkt bei digitaler Bildung international hinterher, aber eine Aufholjagd können wir mit einer derartigen Verweigerungshaltung nicht beginnen. […]
    Aber wir müssen vor allem auch endlich anfangen, die Lehrerinnen und Lehrer digitaler auszubilden und sie in die Lage zu versetzen, nicht mehr mit Mangelverwaltung auszukommen, sondern aus dem Vollen zu schöpfen. Schließlich geht es um unsere Kinder. Die Schulen dürfen nicht zu analogen Inseln in einer digitalen Welt werden.

    Bild.de wusste auch Folgendes zu berichten:

    Schreck für Johanna Wanka (65, CDU): Die Bildungsministerin saß nachts plötzlich in ihrem Ministerium fest, musste vom Pförtner befreit werden! […] Nach einem Notruf kam der Nachtportier, schloss ihr Büro auf. Wanka zu BILD: „Zum Glück hatte ich die Nummer der Pforte eingespeichert, und das Handy hatte gerade noch Saft.“

    Womit wieder einmal gezeigt wäre: Handys sind (über)lebenswichtig. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn „Gimme WLAN“-Jo’anna kein Handy dabei gehabt hätte!