Aufgelesen: „Freude an Naturwissenschaften lässt sich nicht herbeizüchten“

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Hin und wieder liest man im deutschen Blätterwald — trotz aller unkritischen Berichterstattung — ein paar Zeilen, denen wir aus vollem Herzen zustimmen. In dem Artikel „Lasst die Mädchen doch mit Mathe in Ruhe“ von Mathias Binswanger (Die Zeit 5/2017, 1. Februar 2017, online hier) heißt es:

Doch leider interessieren sich immer weniger Schüler und noch weniger Schülerinnen für Naturwissenschaften, und es herrscht ein Mangel an Studierenden in vielen Ingenieurfächern. Also wird seit Jahren versucht, vor allem die Mädchen für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern und so auch ihre Leistung zu verbessern.

Klappt das wirklich? Die Pisa-Studie gibt auf diese Frage eine wohl eher ungewollte Antwort: Nein! […]

Mädchen haben einfach weniger Lust auf Mathematik und Naturwissenschaften, und das ist ihr gutes Recht. Seit seiner Einführung im Jahr 2000 hat der Pisa-Test die Unterschiede in Leistung und Interessen zwischen Mädchen und Jungen jedes Mal wieder aufs Neue bewiesen. Er zeigt: Freude an Naturwissenschaften und Technik lässt sich nicht künstlich herbeizüchten. Entsprechende Kampagnen kann man sich sparen.

In der Tat: Der bisweilen untaugliche Versuch des Staates, auf Kinder und Jugendliche zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland Einfluss zu nehmen und auf MINT zu trimmen, ist ein unlauterer Eingriff in das im Grundgesetz garantierte Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Im Übrigen: Ein durch und durch standardisiertes Schulwesen wirkt jeder Freude, jedem Interesse, jeder Begeisterung auf Schüler- wie auf Lehrerseite entgegen.

Und jetzt Gender-Mainstream-untaugliche Musik („Girls Just Wanna Have Fun“ von Cyndi Lauper):