Bilder einer Baustelle

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Flughafen BER wurde früher fertig.

Bergheim. Bergheim ist ein schönes Städtchen, aber: Seit über einem Jahr, mindestens seit Mai 2019 ist ein Teil der Klosterstraße (die Verbindungsgasse zur Hauptstraße) wegen Bauarbeiten gesperrt. Am 15. Juli 2020 teilte mir die Stadt Bergheim mit: „Die Arbeiten im Bereich der Verbindungsgasse werden bis Ende Juli abgeschlossen.“

Wie man auf den folgenden Bildern sieht, sind die Bauarbeiten bis heute nicht abgeschlossen, aber ein Ende scheint in Sicht… Im Anhang ist meine Korrespondenz mit der Stadt dokumentiert.

31. Juli 2020, 17:29 Uhr

1. August 2020, 7:49 Uhr

1. August 2020, 7:50 Uhr

4. August 2020, 7:11 Uhr

5. August 2020, 6:46 Uhr

5. August 2020, 6:46 Uhr

6. August 2020, 6:46 Uhr

7. August 2020, 7:15 Uhr

8. August 2020, 7:06 Uhr

11. August 2020, 6:39 Uhr — Die Pflastersteine sind da!

12. August 2020, 6:43 Uhr

12. August 2020, 6:43 Uhr

13. August 2020, 12:03 Uhr

14. August 2020, 6:27 Uhr

15. August 2020, 6:50 Uhr

17. August 2020, 15:58 Uhr

18. August 2020, 20:13 Uhr


Anhang:

Meine Mail vom 9. Juli 2020 an den Bürgermeister der Stadt Bergheim:

Sehr geehrter Herr Mießeler,

Bergheim ist ein schönes Städtchen, aber: Seit über einem Jahr ist ein Teil der Klosterstraße wegen Bauarbeiten gesperrt (siehe Foto). Das Haus, in dem ich wohne (Nr. 41-43 der Hauptstraße), steht an der Ecke zu der gesperrten Klosterstraße. Die Situation ist für Anwohner und Geschäfte in unmittelbarer Nähe (zum Beispiel Parfümerie, Obsthändler, Restaurant) nicht vorteilhaft.

Von Nachbarn habe ich gehört, dass die Bauarbeiten in der Klosterstraße ursprünglich im Oktober des letzten Jahres fertig sein sollten. Ferner habe ich gehört, dass schon erledigte Pflasterarbeiten erneut durchgeführt werden sollen. Stimmt das?

Warum dauert das alles so lange? Wann sind die Bauarbeiten endlich fertig?

Antwort der Stadt Bergheim vom 15. Juli 2020:

Sehr geehrter Herr Roentgen,

ich nehme Bezug auf Ihre beigefügte Nachricht, zu der heute auch bereits ein Bericht im Kölner-Stadt-Anzeiger zu lesen war.

Bestandteil der Kanalsanierung Klosterstraße/Marienstraße war die Erneuerung des in der Verbindungsgasse vorhandenen Kanals in offener Bauweise. Aufgrund beengten Platzverhältnisse im Bereich der Verbindungsgasse und der Verfügung stehenden Informationen zur vorhandenen Bebauung war bekannt, dass zur Sicherung insbesondere der Häuser Klosterstraße 11 und Hauptstraße 45/47 zusätzliche bauliche Maßnahmen erforderlich waren, da diese entweder nicht oder nur teilweise unterkellert sind.

Im Zuge der Bauausführung stellte sich jedoch heraus, das die bauliche Substanz der vorhandene Bebauung deutlich schlechter war als in den Unterlagen erkennbar, so dass die Durchführung der Sicherungsmaßnahmen technisch aufwendiger, umfangreicher und zeitintensiver war als ursprünglich geplant.

Der beschriebene Sachverhalt führte zu einer deutlichen Verlängerung der Bauzeit. Hier ist darauf hinzuweisen, dass bei der Durchführung der erforderlichen Unterfangungs- und Sicherungsarbeiten an den Häusern Sorgfalt und Sicherheit an erster Stelle gestanden hat.

Bezüglich der Pflasterarbeiten ist festzuhalten, dass der Ausschuss für Planung und Umwelt in seiner Sitzung am 14.05.2020 beschlossen hat, dass die Wegeoberfläche im Bereich der Verbindungsgasse nicht in der ursprünglichen Form wiederhergestellt wird, sondern die gleiche Befestigung wie beim Fußweg an der Kleinen Erft verlegt werden soll. Aufgrund der Lieferzeiten des Pflastermaterials ist zu einer weiteren Verlängerung der Bauzeit gekommen.

Es ist daher nicht zutreffend, dass bereits durchgeführte Pflasterarbeiten erneut durchgeführt worden sind.

Die Arbeiten im Bereich der Verbindungsgasse werden bis Ende Juli abgeschlossen.

Meine Mail vom 2. August 2020

An den Bürgermeister der Stadt Bergheim
Herrn Volker Mießeler

Sehr geehrter Herr Mießeler,

ein Teil der Klosterstraße, die Verbindungsgasse zur Hauptstraße, ist immer noch gesperrt — seit über einem Jahr! Die Bauarbeiten sind immer noch nicht fertig (Foto vom 1.8.2020 anbei). Wie ich Ihnen bereits am 9. Juli mitteilte: Die Situation ist für Anwohner und Geschäfte in unmittelbarer Nähe (zum Beispiel Parfümerie, Obsthändler, Restaurant) nicht vorteilhaft.

Am 15. Juli schrieb mir Ihr Büro: „Aufgrund der Lieferzeiten des Pflastermaterials ist zu einer weiteren Verlängerung der Bauzeit gekommen. […] Die Arbeiten im Bereich der Verbindungsgasse werden bis Ende Juli abgeschlossen.“

Der Juli ist vorbei. In der Verbindungsgasse ist bis heute kein einziger Pflasterstein verlegt worden. Das Pflastermaterial scheint noch gar nicht geliefert worden zu sein. Wo ist das Pflastermaterial? Warum ist es noch nicht da? Wann wird es endlich geliefert? Auf welcher Grundlage hat die Stadt mir zugesagt, dass die Arbeiten im Bereich der Verbindungsgasse bis Ende Juli abgeschlossen würden?

Im Übrigen: Warum hat der Planungsausschuss des Bergheimer Stadtrats erst im Mai dieses Jahres — als die Bauarbeiten bereits etwa ein Jahr im Gange waren — darüber entschieden, in der Klosterstraße einen speziellen Pflasterstein zu verwenden? Hätte die Stadt oder der Stadtrat sich darüber nicht etwas früher Gedanken machen können, sodass die gewünschten Pflastersteine rechtzeitig da gewesen wären?

Ich darf daran erinnern, dass schon die Bauarbeiten an der Kleinen Erft zwischen Hauptstraße und Marienstraße länger dauerten als vorgesehen. Am 9.1.2018 titelte der Kölner Stadt-Anzeiger (online hier): „Baustelle an Kleiner Erft verzögert sich – Ende Februar im Visier“ und schrieb: „Bis zum Wochenende ruhten die Arbeiten an der Dauerbaustelle wieder, weil nach einigen Umplanungen Material fehlt.“ Am 25.1.2018 berichtete die Zeitung (online hier): „Monatelang war die Hautarztpraxis an der Kleinen Erft wegen einer Baustelle nur von der Marienstraße aus erreichbar, nun geht’s nur noch von der Fußgängerzone aus zum Arzt: Am Montag hat die Baufirma die Zuwegung geändert – zum Ärger von Hautarzt Dr. Bernd Schirmer. […] Im März vorigen Jahres eröffnet, sollten die Arbeiten an der Böschung der Kleinen Erft im September abgeschlossen sein. Doch immer wieder gab es Verzögerungen in der Baustelle.“

Es wäre zu begrüßen, wenn die Stadt Bergheim und die von ihr beauftragten Firmen ihre Baumaßnahmen besser planen und zügiger fertigstellen würden.

Mit freundlichem Gruß

Alexander Roentgen

Auf diese Mail erfolgte bis heute keine Antwort.

1 Kommentar

  1. Franz Lemmermeyer

    Ich bin am Montag nach Ulm gefahren – Autobahn. Etwa 5 km lange Baustelle. Und auf dem Rückweg habe ich – ich glaube zum ersten Mal in meinem Leben, oder zumindest seit gefühlt 20 Jahren – einen Bauarbeiter auf einer deutschen Autobahnbaustelle gesehen.

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