McDonaldisierung des Schulwesens durch „Bildungsstandards“

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In der Sendung „Unter den Linden“ (Phoenix) vom 29.04.2013 zum Thema „Pauken,
Pauken, Pauken — Wofür lernen unsere Kinder?“ sagte die Ministerin für Schule und
Weiterbildung, Sylvia Löhrmann:

Was für ein Bild haben wir in Deutschland, wie gut gelernt wird und was
dazugehört? Und dann fällt mir immer ein: der Nürnberger Trichter […]. Kind
— Trichter drauf — Wissen wird reingestopft, und dann kommt das durchs
Leben. In Frankreich hat man ein anderes Bild: Kinder sind nicht Fässer, die
gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden müssen, hat Rabelais gesagt.

Kind, Trichter drauf, Wissen wird reingestopft: Genau so funktioniert der Nürnberger
Trichter — nur hat er heute andere Namen: Zentralabitur und Standardsicherung. Welches
Feuer soll entfacht werden, wenn Lehren und Lernen unter dem rigorosen Diktat eines
unerbittlichen „kompetenzorientierten“ Kernlehrplans stehen? wenn jede Unterrichtsstunde
gebraucht wird, um dessen Vorgaben zu erfüllen? wenn kein Spielraum da ist,
eine vielleicht interessante Sache einmal zu vertiefen oder in einem Exkurs zu erkunden?
wenn Mathematiklehrer genötigt werden, hanebüchen-unsinnige „Modellierungsaufgaben“
durchzunehmen?

Den ganzen Artikel gibt es als pdf-Datei zum Herunterladen: Schule-intakt-2014-07-27.