Computervirenspezialist Kaspersky kommt ohne Smartphone aus

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Die einen glauben an die Digitalisierung als Heilslehre und laufen jeder von Massenmedien, Politikern und IT-Industrie gepushten Mode in Sachen digitaler Medien hinterher (wie jene Aachener Schule mit der Tabletklasse, über die wir berichteten). Andere Zeitgenossen haben sich ihre Souveränität bewahrt und sind zurückhaltend, was neue Technologien angeht. So zum Beispiel der russische Computervirenspezialist Eugene Kaspersky. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung („‚Mehr Angriffe auf Android'“, 7.9.2013, S. 9) sagte er auf die Frage, ob er ein Smartphone habe:

Ja, aber nur als Zweitgerät. Hauptsächlich nutze ich ein sechs Jahre altes gewöhnliches Handy. Mein Leben ist so organisiert, dass es reicht, wenn ich telefoniere – die ganzen Apps brauche ich nicht.

Bähm — nehmt das, Ihr Digitalfetischisten und -adventisten!

In einem Interview vom 14.02.2017 auf heise.de sagte er:

Ich persönlich bin kein großer Fan smarter Technologien im Alltag. Ich nutze nicht einmal ein Smartphone – einfach aus dem Grund, weil ich das mir gebotene „Nutzererlebnis“ nicht mag. Ich habe ein altbewährtes Sony-Ericsson-Handy und nutze das ausschließlich für Telefonanrufe und Textnachrichten. Man muss ab und an einfach offline sein. Daher werde ich in nächster Zeit auch keinen digitalen Assistenten benötigen. Außerdem kann ich auf menschliche Assistenz zurückgreifen, was mir lieber ist.

Nochmal Bähm!

Digitale Entgiftung („Digital Detox“), wie es inzwischen manche Hotels anbieten (zum Beispiel dieses), hat Kaspersky vermutlich nicht nötig.